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Fracking: Große Skepsis bei der FDP

14.07.2014 - Pressemitteilung

„Die Förderung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten, also nicht klassischen, homogenen Lagerstätten, darf von der Bergbehörde nur zugelassen werden, wenn es dadurch eine Gefährdung des Trinkwassers ausgeschlossen ist. Jede andere Vorgehensweise würde den Vorrang kommerzieller Interessen der Bergbauunternehmen vor dem öffentlichen Interesse an einer Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser bedeuten. Das wäre inakzeptabel.“ Mit diesen Worten hat der Vorsitzende der FDP im Kreis Wesel, Michael Terwiesche, Stellung zu der aktuellen Diskussion um Fracking in den Niederlanden im grenznahen Bereich bezogen. Unter Fracking versteht man eine Gewinnungsmethode, bei der großräumige unterirdische Lagerstätten horizontal angebohrt werden. Das gashöffige Gestein wird durch Einpressen von Wasser mit hohem Druck gesprengt. Dadurch und durch den Zuschlag von Chemikalien wird das Gas freigesetzt. Der Grundwasserschutz habe absolute Priorität. Es könne nicht angehen, dass eine Region wie der Niederrhein, der Jahrzehnte unter den schädlichen Einwirkungen des Bergbaus in Form von Bergschäden gelitten hat, nunmehr den Risiken des Frackings ausgesetzt werden solle. „Ich bin nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse sehr skeptisch, ob die potentiellen Gefahren des Frackings für die Trinkwasserqualität beherrscht werden können. Aus diesem Grunde darf Fracking bis auf weiteres nicht zugelassen werden,“ so Terwiesche. Das Argument der Versorgungssicherheit mit Gas sei zu vernachlässigen. Es existierten ausreichende Gasreserven aus konventionellen Quellen.

gez. Michael Terwiesche