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Wenn ein Haus mehr Energie erzeugt als es verbraucht

Zur Informationsveranstaltung in der Forschungsstation Birgelfeld, zum Plus Energie-Haus, hatte der FDP Kreisverband Wesel in Kooperation mit dem Architekturbüro Hülsmann und Thieme aus Kleve am 19.09.2012 eingeladen.

Das Plus Energie-Haus ist ein Projekt, das die Stadt Kalkar und das Kieswerk Maas-Roeloffs durch die Bereitstellung der Fläche ermöglicht haben.

Begleitet wird das Projekt vom Fraunhofer ISE Institut. Das Ziel hier ist, einen gesellschaftlichen Mehrwert bei der Nachnutzung der Kiesgewinnungsflächen zu schaffen. 

Geprüft wird, ob dies durch eine Bebauung mit Plus Energie-Häusern möglich ist, die ihren Energiebedarf aus Sonne und Seewasser nicht nur decken, sondern darüber hinaus noch Energie erzeugen, welche in das Stromnetz eingespeist oder beispielsweise auch für einen individuellen Elektroantrieb genutzt werden könnte.

„Das Engagement traditioneller Branchen im neuen Energiemarkt ist ermutigend“, so Rainer Mull, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Kreisverband Wesel. „Diese Form von Innovation ist es, die es ermöglicht, die Identität der Kulturlandschaft Niederrhein ohne Brüche weiter zu entwickeln. Aus traditionellem Wissen erwachsen Kompetenzen für das zukünftige Leben in der Region.“

Dabei ist es möglich, von anderen Regionen zu lernen. Herr Benger, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bau- und Rohstoffindustrie e.V., hat das Konzept eines Pump-Speicher-Kraftwerks vorstellt, eine Weiternutzung der Strukturen der Grube Wohlverwahrt, im Erzbergwerk Barbara, westlich von Hannover gelegen. Auch diese Nachnutzung hat das Potenzial, einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen: Überschüssige Energie, z.B. aus Wind oder Solarkraft, wird in Form von Wasser, das in ein höher gelegenes Becken gepumpt wird, gespeichert. Und im Bedarfsfalle fließt das Wasser über die Pump-Turbine zurück in das tieferliegende Wasserbecken und erzeugt dabei den benötigten Strom.

„Ein Modell dessen Einsatzmöglichkeiten auch für den linken Niederrhein geprüft werden könnten“, so Rainer Mull.

 gez. R. Mull