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Ergänzende Berechnungen

Bei den Berechnungen für die Kostenschätzungen der ursprünglich vier Varianten für die drei Berufskollegs am Moerser Standort wurden einige wesentliche Kostenblöcke für die Entscheidungsfindung offensichtlich "vergessen". Dabei handelt es sich um ein Volumen von mehr als 20 Millionen Euro. Damit der Kreistag jetzt keine voreilige Entscheidung für eine konkrete Planung mit Kosten in einer Höhe von 4,2 Millionen Euro trifft, hat die FDP-Kreistagsfraktion den beigefügten Antrag eingebracht.

Sehr geehrter Herr Landrat,

die FDP-Kreistagsfraktion stellt folgenden Antrag zur Beratung und zum Beschluss im Kreisausschuss am 07.03.2013 und Kreistag am 14.03.2013.
Der Kreistag beschließt, dass

  1. die Unterbringung der Außenstelle Kamp-Lintfort des Hermann-Gmeiner-Berufskollegs in den Gebäuden der Realschule Repelen umfassend zu prüfen ist.
  2. die Berechnung der vier Varianten unter Einbeziehung der bisher nicht berücksichtigten und zum Teil nicht bekannten Kosten überarbeitet wird.
  3. die Entscheidung für eine Campuslösung verschoben wird bis zu einer belastbaren Vorlage zu den Punkten 1. und 2., mindestens jedoch bis zum 2. Sitzungszug, wegen der weitreichenden Folgen der Entscheidung über 77 Mio. Euro Investitionskosten.


Begründung:
Für die Raumbedarfsdeckung des Hermann-Gmeiner-Berufskollegs wurde die Realschule Repelen bisher nicht wirklich in die Überlegungen für eine Lösung einbezogen. Der überwiegende Gebäudebestand wurde 2003 errichtet; die anderen Teile sind umfassend saniert. Hier sind 20 Klassenräume und sonstige Räume nutzbar. In einem Gebäudeteil ist sogar ein Aufzug vorhanden. Darüber hinaus sind auf dem Areal weitere Gebäude einer noch z.T. genutzten Hauptschule vorhanden. Dieser Gebäudestandard ist allerdings nicht so hochwertig wie bei der Realschule.

In den bisherigen Berechnungen fehlen die Kosten für die außerordentliche Abschreibung der abzureißenden drei Schulgebäude. Ebenso sind offensichtlich die Konjunktur-Paket II-Mittel, die in die Berufskollegs am Standort Moers geflossen sind und zurückgezahlt werden müssen, nicht berücksichtigt worden.  Hier handelt es sich um ein Volumen von mehr als 20 Mio. Euro. Sollten öffentliche Zuschüsse für die drei Berufskollegs gezahlt worden sein, müssten diese unter Umständen zurück gezahlt werden. Hier muss dem Kreistag die Höhe dieser Zuschüsse dargestellt werden. Weiterhin werden Aussagen der Zuschussgeber benötigt, ob diese auf die Rückzahlung der Zuwendungen verzichten.

In den bisherigen Vorlagen wird immer wieder ein Investitionsvolumen von 72 Mio. Euro genannt. Das Investitionsvolumen beträgt aber nach diesen Unterlagen 77 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der nach DIN 276 bei dieser Kostenschätzung zugestandenen Toleranz von 30 % sind 100 Mio. Euro nicht unrealistisch.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Heinz Dams