Wechseln Sie zur:
Sie befinden sich hier:

EU schießt mit Sanierungsverpflichtung übers Ziel hinaus

„Die EU sollte bei ihren Umweltvorhaben maßvoller vorgehen und die Eigentümer von Wohnimmobilien nicht aus falsch verstandenem Umweltschutz in den Ruin treiben“, forderte Terwiesche.

„Die EU darf Eigentümer von Wohnhäusern mit einem Baujahr vor 2011 nicht verpflichten, ihre Häuser mit einem Kostenaufwand von bis zu € 110.000,- energetisch zu sanieren. Sie muss - bei allem Engagement für die Umwelt - auch die Finanzkraft der Hausbesitzer berücksichtigen, fordert der Vorsitzende der FDP im Kreis Wesel.“ 

Mit diesen Worten lehnte der Vorsitzende der FDP im Kreis Wesel, Michael Terwiesche, den Entwurf der neuen EU-Energieeffizienzrichtlinie ab. 

Mit dieser Richtlinie will die EU ab 2014 Eigentümer von Häusern und Wohnungen zwingen, notfalls hohe Summe in die energetische Sanierung ihres Eigentums zu stecken. Zweck dieser Richtlinie soll es sein, den Energieverbrauch der bis Ende 2010 errichteten Wohnimmobilien um 80% zu senken. Damit wolle die EU die aktuell geltenden Werte der Energieeinsparverordnung (sieben Liter Heizöl pro Jahr/qm) nochmals auf nur noch 1,4 Liter pro Jahr/qm senken. 

Das sei insbesondere für diejenigen Hauseigentümer unverhältnismäßig, die sich beim Neubau ihrer Immobilie an den Werten der Energieeinsparverordnung orientiert und dafür bereits hohe Beträge ausgegeben haben, argumentierte Terwiesche. 

Ähnliches gelte für die Eigentümer älterer Wohnhäuser. Auch wenn durch die verschärfte energetische Sanierung aufgrund der neuen EU-Vorschriften die Kosten für die Heizkosten gesenkt würden, entstünden für die Sanierung Aufwendungen in 5-stelliger Höhe. Das sei für viele Eigenheim-Besitzer ohne einen Kredit nicht zu finanzieren.